Büroeinrichtungen & Bürobedarf
Tresore – die Schatztruhen der Gegenwart
Zu allen Zeiten haben die Menschen ihre Wertgegenstände an sicheren Orten platziert. Waren es im Mittelalter noch massive Schatztruhen, so ging die Entwicklung bald hin zu Stahlboxen mit ausgeklügelten, nahezu unüberwindbaren Schlosssystemen. Auch die Umwandungen wurden immer wieder modifiziert, mussten sie doch im Laufe der technischen Entwicklungen immer aggressiveren Methoden wie den Gebrauch von Schweißbrennern, Flex und auch Sprengstoff widerstehen.
Sechs verschiedene Sicherheitsklassen Die heutigen Tresore, die es zum Beispiel als Möbeltresor oder Standtresor, auch Einwurftresor oder Bodentresor sowie vielen anderen, jeweils gebrauchsspezifischen Ausführungen gibt, sind in sechs verschiedene Sicherheitsklassen eingeteilt, die natürlich auch relevant für die Versicherungsgesellschaften sind. Die European Security Systems Association (ESSA) e.V. beim VDMA hat gewisse Normen für Wertschutzschränke festgelegt. Auch existieren Normen, die europaweit gelten, sie haben die Bezeichnung EN 1143-1 sowie EN 14450. Entsprechende Zertifikate sollten bei jeder Neuanschaffung eines Tresores im Inneren des Schrankes als Sicherheitssiegel (Plakette) unbedingt vorhanden sein. Die EN 1047-1 ist die Auflage, die den Brandschutz betrifft. Hierbei wird der Tresor enormer Hitze ausgesetzt, auch ein Falltest des erhitzten Safes gehört zum Test.
Raffinierte Technik sichert die Wertgegenstände Die heutige Technik und Wissenschaft hat auch vor der Schlossmechanik und den Außenwänden eines Geldschrankes nicht haltgemacht. So wurden Schlösser entwickelt, die sich mittels Quecksilber-Glaskonstruktionen, Bewegungs- und Geräuschmeldern bei einem versuchten Einbruch schließen wie eine Auster. In die Wände wird Beton, gemischt mit Karborundpartikeln gegossen, auch Stahlkonstruktionen mit Stahlkugeln als Inhalt, sowie chemische Zusätze lassen Schneidbrenner, Flex oder Bohrer sehr schnell mehr oder minder unwirksam werden. Die Größe des Tresores spielt insofern eine Rolle, als dass kleinere Ausführungen sehr einfach komplett ausgebaut und abtransportiert werden können. So kann man behaupten, dass, je größer und stabiler ein Wertschutzschrank ist, er auch entsprechend effektiver den Inhalt schützt.